Schutzhelm

Ein herkömmlicher Feuerwehrhelm besteht aus Aluminium, Duroplast, Thermoplast, Kevlar (AFK) oder GFK. Er ist mit einem Nackenschutz (meist aus Leder oder Aramidfaserstoff) versehen. Zusätzlich kann ein Visier zum Schutz vor Splittern, aufspritzendem Schaummittel am Zumischer oder gegen Wärmestrahlung (meist mittels aufgedampfter Metalle) montiert werden. Der Feuerwehrhelm soll den Kopf gegen herabstürzende Gegenstände und umherfliegende Teile schützen und ist deshalb entsprechend den einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften und/oder den eigenen Gefährdungsanalysen zu tragen.

Die meisten Feuerwehrwehrhelme sind phosphoreszierend (nachleuchtend) und mit reflektierenden Streifen versehen. Die phosphoreszierende Beschichtung wurde in den 1960er Jahren auf Anregung des Frankfurter Branddirektors Ernst Achilles eingeführt. Je nach Bundesland oder Feuerwehr werden noch zusätzliche reflektierende Einheits- oder Funktionsabzeichen aufgeklebt, die z. B. Führungsdienstgrad oder Atemschutzgeräteträger kennzeichnen. Am Helm kann noch zusätzlich eine Helmlampe befestigt werden, um die Hände zum Arbeiten frei zu haben. Auch für Funkgeräte gibt es Garnituren, die am Helm montiert werden können.

Im deutschen Kaiserreich war der Feuerwehrhelm der Pickelhaube des Preußischen Heeres sehr ähnlich. Er war meist aus demselben Material (früher Leder, später Messing), hatte nur anstelle der Spitze einen aufgesetzten Kamm. In der Folge unterlag er laufenden Designänderungen.

Ab 1933 wurde der Feuerschutzhelm dem in der Wehrmacht verwendeten Helm angeglichen. Diese Helmform hat sich mit nur kleinen Änderungen zum Teil bis heute gehalten, da sie sich als robust und zuverlässig erwiesen hat. Mittlerweile gibt es aber davon abweichende Formen.

Die Materialgestaltung veränderte sich vom ursprünglichen mehrteiligen Stahlblech über einteiliges Blech zu Aluminium-Legierungen und Kunststoffen (Glasfaserverstärkter Kunststoff, Duroplast). Die Farbgebung variierte vom ursprünglichen Schwarz nach dem Zweiten Weltkrieg zu Rot schließlich zur heute üblichen nachleuchtenden Beschichtung in Gelbgrün mit umlaufendem Reflexstreifen.

Die Ausgestaltung der Feuerwehrhelme wurde in Deutschland 1956 mit einer Vornorm vereinheitlicht und seit 1964 im Normblatt DIN 14940 geregelt, bis diese Norm 1997 durch die EN 443 (zunächst DIN EN 443) ersetzt wurde.

Quelle: Wikipedia