Datum: 20. Januar 2026 um 0:48 Uhr
Alarmierungsart: Digitaler Meldeempfänger
Dauer: 3 Stunden 4 Minuten
Einsatzart: Sonstige > Interne Organisationshilfe
Einsatzort: Gingener Straße
Einheiten und Fahrzeuge:
Einsatzbericht:
Am Montagnachmittag meldeten Mitarbeiter gegen 16 Uhr eine Rauchentwicklung in einem ehemaligen Hotel in der Siemensstraße in Stuttgart-Feuerbach. Trotz mehrstündiger Such- und Kontrollarbeiten konnte vorerst kein Brand gefunden werden. Erst bei einer Nachkontrolle konnte gegen 20 Uhr der Brand in einer Dehnfuge lokalisiert werden.
Für die aufwendigen Löscharbeiten mussten mehrere Wände geöffnet und über so genannte Löschlanzen Wasser in die Dehnfuge eingebracht werden. Aufgrund der Größe und Gebäudestruktur gestalteten sich die Löscharbeiten sehr schwierig und zeitintensiv.
Da die Gefahr bei einem Dehnfugenbrand neben dem Brandrauch vor allem das giftige Kohlenmonoxid (CO) ist, welches sich im gesamten Gebäude ausbreiten kann, ist dieses bis auf Weiteres nicht mehr bewohnt. In dem Gebäude waren rund 250 geflüchtete Personen untergebracht.
Für eine vorübergehende Notunterbringung richteten Einsatzkräfte des Bevölkerungsschutzes von DRK, Malteser Hilfsdienst und der Freiwilligen Feuerwehr, zwei Stuttgarter Sporthallen als Notunterkünfte ein. Die Betreuung wird bis in die Morgenstunden ebenfalls durch Einsatzkräfte des Bevölkerungsschutzes sichergestellt. Der Transport konnte über mehrere Busse der SSB AG und mehrere Krankentransportwagen des Bevölkerungsschutzes durchgeführt werden.
In den kommenden Stunden finden weitere Kontroll- und Löschmaßnahmen in dem Gebäude statt und es werden Fachfirmen hinzugezogen. In der Spitze waren rund 80 haupt- und ehrenamtliche Einsatzkräfte von Feuerwehr und Bevölkerungsschutz im Einsatz. Stand 05:30 Uhr laufen die Einsatzmaßnahmen weiterhin.
Textquelle: Branddirektion Stuttgart
