Datum: 3. Juli 2026 um 22:40 Uhr
Alarmierungsart: Digitaler Meldeempfänger
Einsatzart: Brandeinsatz > Brand 4 → 4. Alarm
Einsatzort: Langwiesenweg
Einheiten und Fahrzeuge:
Einsatzbericht:
Die Feuerwehr Stuttgart wurde am Freitagabend gegen 22:40 Uhr zu einem Großbrand auf dem Gelände des Großmarkts in Stuttgart-Wangen alarmiert.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand eine Lagerhalle in Vollbrand. Das Feuer hatte zu diesem Zeitpunkt bereits auf eine benachbarte Halle übergegriffen. Die Feuerwehr Stuttgart ist derzeit mit einem Großaufgebot von mehr als 150 Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr sowie der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz. Aktuell sind zwei Drehleitern sowie ein Teleskopmast zur Riegelstellung im Einsatz. Zusätzlich werden mehrere handgeführte Strahlrohre eingesetzt. Um die Löschwasserversorgung sicherzustellen, wird eine Wasserförderung über lange Wegstrecken aufgebaut. Darüber hinaus unterstützen mehrere Großtanklöschfahrzeuge die Einsatzmaßnahmen.
Für Medienvertretende wurde an der Pforte der Hauptzufahrt zum Großmarkt eine Pressesammelstelle eingerichtet. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde eine Bevölkerungsinformation im Umkreis von vier Kilometern ausgelöst. In diesem Bereich wird gebeten Fenster & Türen geschlossen zu halten und Klima- und Lüftungsgeräte auszuschalten.
Textquelle: Branddirektion Stuttgart
Update 5:00 Uhr
Die Feuerwehr Stuttgart befindet sich weiterhin im Großeinsatz auf dem Stuttgarter Großmarkt. Hier sind zwei Lagerhallen in Brand geraten. Stand 5 Uhr ist der Brand nicht unter Kontrolle. Die Brandintensität konnte reduziert und ein Übergreifen des Brandes auf weitere Lagerhallen verhindert werden.
Mittlerweile sind über 200 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr, Freiwilliger Feuerwehr, Werkfeuerwehren, Rettungsdienst und Technischem Hilfswerk im Einsatz. Auch die Polizei ist mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort.
Starke Rauchentwicklung hält weiter an
Aufgrund des weiter anhaltenden Brandereignisses kommt es zu einer starken Rauchentwicklung. Insbesondere im Bereich Bad Cannstatt kommt es durch den Rauch zu einer starken Geruchsbelästigung und teilweise auch Sichteinschränkungen. Die Messspezialisten der Feuerwehr führen kontinuierliche Luftmessungen durch. Die Bevölkerung wird aufgerufen Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen auszuschalten. Eine entsprechende Bevölkerungswarnung über das Module Warnsystem des Bundes wurde ausgelöst.
Wasserversorgung aus dem Neckar aufgebaut
Mit Hochleistungspumpen bauten Einsatzkräfte der Feuerwehr eine Wasserversorgung aus dem Neckar auf. Neben mehreren Löschrohren vom Boden kommen auch zwei Teleskopmast und zwei Drehleitern mit Wenderohren zum Einsatz.
Textquelle: Branddirektion Stuttgart
Update 12:30 Uhr
Nach aufwendigen Löscharbeiten konnte die Einsatzleitung um 12:30 Uhr „Brand unter Kontrolle“ melden. Die Feuerwehr Stuttgart ist weiterhin mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort im Einsatz und wird vom THW unterstützt. Es wird noch mit aufwendigen Löscharbeiten in den kommenden Stunden gerechnet.
Textquelle: Branddirektion Stuttgart
Update 20:30 Uhr
Die Feuerwehr Stuttgart wurde am Freitagabend gegen 22:40 Uhr zu einem Großbrand auf dem Gelände des Großmarkts in Stuttgart-Wangen alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand eine Lagerhalle in Vollbrand. Das Feuer hatte zu diesem Zeitpunkt bereits auf eine benachbarte Halle übergegriffen.
In der Spitze waren über 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und THW gleichzeitig an der Einsatzstelle im Einsatz. Am Samstagmorgen wurden die Einsatzkräfte ausgetauscht. Über den gesamten Zeitraum kamen über 350 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr, Freiwilliger Feuerwehr, Werkfeuerwehr, Rettungsdienst und THW zum Einsatz. Auch die Polizei war mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort im Einsatz.
Brandüberschlag auf weitere Hallen verhindert
Durch einen massiven Löschangriff konnte die Feuerwehr Stuttgart einen Brandüberschlag auf weitere Hallen verhindern. Hierzu kamen drei Drehleitern und zwei Teleskopmasten jeweils mit einem Wasserwerfer und zusätulich sechs handgeführte Löschrohe am Boden zum Einsatz. Zudem wurde ein ferngesteuertes Löschunterstützungsfahrzeug (LUF) im einsturzgefährdeten Bereich eingesetzt. Das der Brandüberschlag in letzter Minute verhindert wurde, konnte anhand von geschmolzenen Hallentoren an den gefährdeten Gebäuden nachvollzogen werden.
Da für die Brandbekämpfung ein sehr großer Wasserbedarf bestand, wurde neben einer Wasserversorgung über lange Wegstrecken auch eine Wasserentnahme aus dem Neckar mittels Hochleistungspumpen durchgeführt. Der Neckar wurde mit einem Feuerwehrboot auf Verschmutzungen kontrolliert.
Eine Feuerwehrdrohne unterstützte dabei die Löschmaßnahmen möglichst effektiv zu gestalten. Über eine Wärmebildkamera konnten die Wasserwerfer exakt eingestellt werden und somit ein maximaler Löscherfolg sichergestellt werden.
Aufgrund der starken Rauchentwicklung löste die Feuerwehr Stuttgart eine Gefahreninformation aus und forderte Bürgerinnen und Bürger in einem Umkreis von 4.000 Metern um die Brandstelle auf, Fenster und Türen zu schließen sowie Klima- und Lüftungsanlagen abzuschalten. Dieser Radius konnte am Samstagvormittag auf 1.000 Meter reduziert werden und gegen 14:45 Uhr vollständig aufgehoben werden. Die Messspezialisten der Feuerwehr nahmen fortlaufend Luftmessungen in der Umgebung durch. Hierbei konnten teilweise ehebliche Geruchsbelästigungen und Sichtbeeinträchtigungen aber keine kritischen Messergebnisse festgestellt werden.
Eine große Herausforderung bestand darin, dass Teile der Hallen einsturzgefährdet waren und mehrere Brandherde nicht von außen erreicht werden konnten. Durch das angeforderte THW konnten mit mehreren Baggern Gebäudeteile der einsturzgefährdeten Hallen und Brandschutt entfernt werden. Hierdurch stellte sich ein immer besserer Löscheffekt ein.
Am Samstagmittag gegen 12:30 Uhr konnte die Einsatzleitung „Brand unter Kontrolle“ melden. Die Arbeiten von Feuerwehr, THW und Privatunternehmen werden aus Sicherheitsgründen am Samstagabend gegen 21:30 Uhr eingestellt. Die gesamte Nacht wird eine Brandwache der Feuerwehr vor Ort sein. Am Sonntagvormittag wird das weitere Vorgehen zwischen allen Beteiligten abgesprochen.
Über den gesamten Einsatzzeitraum waren alle fünf Feuerwachen der Berufsfeuerwehr und alle 24 Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr in die Einsatzmaßnahmen eingebunden. Sowohl vor Ort an der Einsatzstelle, zur Besetzung der verwaisten Feuerwachen für Paralleleinsätzen und zur Ablösung.
Die Größenordnung des Einsatzes spiegeln auch die Verbrauchsmengen wider. Für den Einsatz waren über 200 Atemschutzgeräte und mehr als 300 Druckschläuche im Einsatz. Um die Einsatzmaterialien wieder schnellstmöglich einsatzbereit zu machen wurde für mehrere Werkstätten der Feuerwehr Stuttgart ein dienstfreier Alarm ausgelöst. Hierdurch stehen weitere Mitarbeiter auch am Wochenende zur Verfügung.
Textquelle: Branddirektion Stuttgart
