Brandschutzerziehung

Regeln sind besser als Verbote

Die wichtigsten Fragen beantwortet

Seit 2003 wird in Stuttgart das Projekt Brandschutzerziehung in Kindergärten nach einem dafür entwickelten Konzept von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr durchgeführt. Für dieses wichtige Projekt haben sich die Feuerwehrleute zu Fachkräften für Brandschutzerziehung – kurz „BE-Fachkräfte“ genannt - weitergebildet.

Das Projekt Brandschutzerziehung in Kindergärten wird den Einrichtungen kostenfrei angeboten. Somit entstehen auch für die Eltern keinerlei Kosten.

Den Kindergärten wird bei der Teilnahme am Projekt "Brandschutzerziehung" ein Arbeitskoffer für die Vorbereitung der Kinder zur Verfügung gestellt. Dieser ist Eigentum der Feuerwehr Stuttgart und wird der Einrichtung für einen gewissen Zeitraum zur Verfügung gestellt. Er beinhaltet u.a. Malbücher, Puzzle, Fachliteratur, diverse Druckschriften und ein CD-Hörspiel mit unserem "Feuerteufel-Rap".

Nach der Vorbesprechung mit den Erzieherinnen wird dem Kindergarten ein Spielekoffer mit Anleitung zur Verfügung gestellt. Während der folgenden Woche/n ist es die Aufgabe der Erzieherinnen, den Kindern intensiv das Thema Feuer und das richtige Verhalten bei einem Brand nahe zu bringen.

Um auch die Eltern einzubinden erfolgt nun ein spezieller Elternabend.

Im Anschluss daran findet der Besuch der Fachkräfte für Brandschutzerziehung im Kindergarten und abschließend der Gegenbesuch der Kinder im Feuerwehrhaus statt.

  • Richtiger Umgang mit Feuer
  • Korrektes Anzünden einer Kerze
  • Wie verhalte ich mich bei einem Brand?
  • Wie bewege ich mich bei Rauch?
  • Korrektes Absetzen eines Notrufs
  • Wie heiße ich, wo wohne ich?
  • Was hat ein Feuerwehrmann im Einsatz an?
  • Vorbesprechung mit den Erzieherinnen im Kindergarten
  • Elternabend mit den Fachkräften für Brandschutzerziehung
  • Projektarbeit durch die Erzieherinnen im Kindergarten
  • Besuch der Fachkräfte für Brandschutzerziehung im Kindergarten
  • Besuch der Kinder im Feuerwehrhaus
  • Nachbesprechung mit den Erzieherinnen
  • Doch weh! Die Flamme fasst das Kleid, die Schürze brennt, es leuchtet weit. Es brennt die Hand, es brennt das Haar, es brennt das ganze Kind sogar. Verbrannt ist alles ganz und gar, das arme Kind mit Haut und Haar. Ein Häuflein Asche bleibt allein, und beide Schuh‘, so hübsch und fein.
    Dr. Heinrich Hoffmann | Aus "Der Struwwelpeter", 1847

Dieses Gedicht spiegelt den pädagogischen Ansatz der damaligen Zeit wieder, nämlich Kinder durch Verbote und Abschreckung zu erziehen. Heutzutage lernen Kinder durch Erfahrung im Umgang mit den Dingen des täglichen Lebens, zu denen auch das Feuer gehört.

Doch gerade im Umgang mit dem Element Feuer ist in dieser Hinsicht noch viel zu tun. Nüchterne Zahlen belegen dies. So sterben jedes Jahr etwa 40 Kinder an den Folgen von Bränden, mehr als zwei Drittel aller Opfer sind dabei jünger als fünf Jahre. Noch erschreckender ist die Tatsache, dass 80% aller Brandverursachungen durch Kinder im Kleinkindalter erfolgen und dabei jedes Jahr Tausende Kinder durch Verbrennungen verletzt und teilweise schwer entstellt werden. Unermessliches Leid verbirgt sich dahinter sowohl für die Opfer als auch für die Familienangehörigen. So wird sich niemand davor verschließen, Kinder möglichst früh im richtigen Umgang mit dem Medium Feuer im Rahmen einer Brandschutzerziehung im Kindergarten zu schulen.

Rolf Schlimm

Abteilungskommandant

Im Team seit 2004

Tobias Groner

Fachkraft für Brandschutzerziehung

Im Team seit 2011

Miriam Kehle

Fachkraft für Brandschutzerziehung

Marcel Geppert

Fachkraft für Brandschutzerziehung

Im Team seit 2016

  • Unser Ausflug zur Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr in Stuttgart-Wangen war nicht nur für die Kinder ein einzigartiges Erlebnis. Es war wirklich eine Besonderheit wie kompetent und freundlich wir hier empfangen und durch die Feuerwache geführt wurden.

    Sara Pirš, Hausleitung | Kindervilla Stuttgart-Ost

Brandschutzerziehung erhält Bürgerpreis

Landesschau 2006 | Brandschutzerziehung Stuttgart

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